Entwicklung des Ortsverbandes

Der Ortsverband Hamburg-Wandsbek ist einer von sieben Ortsverbänden im Geschäftsführerbereich Hamburg. Er wurde 1952 gegründet und ist seitdem im Katastrophenschutz und in der Gefahrenabwehr tätig. Seither fordern immer wieder Naturkatastrophen und schwere Unglücksfälle die Helfer heraus.

THW-Helfer im Hochwassereinsatz

THW-Helfer im Hochwassereinsatz (© www.thw.de)

Bereits 1953 wurden Wandsbeker Helfer in ein Überschwemmungsgebiet in den Niederlanden entsandt, um dort Hilfe zu leisten. Auch bei den schweren Überschwemmungen 1956 in Niedersachsen  waren Helfer aus Wandsbek vor Ort. Am 05. Oktober 1961 leisteten die gut ausgebildeten Helfer wertvolle Arbeit bei dem schweren Unglück der Hamburger S-Bahn am Berliner Tor. Als am 16. Februar 1962 über Hamburg eine sehr schwere Sturmflut (“Der Blanke Hans”) hereinbrach, waren auch die THW-Helfer aus Hamburg-Wandsbek tagelang im Einsatz. 1963 kam es in einen Wandsbeker Kaffeeveredelungsbetrieb zu einer Explosion. Hier war der Ortsverband mit 63 Helfern vor Ort um Technische Hilfe zu leisten.

Ende der sechziger Jahre wurden mehrere Übungen im Bereich Großhansdorf durchgeführt. Die Großhansdorfer waren vom Technischen Hilfswerk so begeistert, dass 1969 der Ortsverband Großhansdorf, jetzt Ahrensburg, mit Unterstützung der Wandsbeker Helfer gegründet wurde.

Blick über den Hof

Blick über den Hof

Die Unterbringung des Technischen Hilfswerks im Bezirk Wandsbek war zu dieser Zeit alles andere leicht. Erst 1975 konnte das THW-Wandsbek, nach einigen provisorischen Unterkünften, in eine neue Liegenschaft mit Fahrzeughalle einziehen.

Zu diesem Zeitpunkt waren in Wandsbek ein 1. und ein 2. Bergungszug, ein Instandsetzungszug, eine Versorgungsgruppe und ein leichter Bergungszug untergebracht.

In diesen Zeitraum fielen auch Hilfeleistungen in dem Bereich Elektroversorgung, Umweltschutz und Brückenbau. Auch wurden einige Sprengungen durchgeführt oder unterstützt.

THW-Helfer bei der Inbetriebnahme eines Stromerzeugers

THW-Helfer bei der Inbetriebnahme eines Notstromerzeugers (© www.thw.de)

Während der nächsten Jahre wurden verschiedene Übungen mit anderen Hilfsorganisationen aller Art durchgeführt. So wurde auf dem Hamburger Rathausmarkt, Teile einer Straßenbrücke als Anschauungsobjekt errichtet. Am 30. April1980 konnte eine Jugendgruppe gegründet werden, um den Nachwuchs an die Arbeit des Technischen Hilfswerks heranzuführen. Damit feiert diese im Jahre 2010 ihr 30-jähriges Jubiläum!

 Zu Beginn der neunziger Jahre wurde das THW zur Unterstützung der Versorgung in der ehemaligen UdSSR eingesetzt; auch Wandsbeker Helfer halfen hier mit. Sei es mit Transporten in die GUS-Staaten, Transporte mit Hilfsgütern innerhalb Deutschlands oder bei der Unterbringung von Flüchtlingen in der Unterkunft des Ortsverbandes.

Mit der Umsetzung des THW-Neukonzeptes 1995 wurde im Ortsverband der Instandsetzungszug aufgelöst und aus den beiden Bergungszügen ein 1. und 2. Technischer Zug mit den beiden Fachgruppen Trinkwasserversorgung und Ortung gebildet.
Des Weiteren wurden diverse Helfer des Ortsverbandes bei Auslandseinsätzen in Aserbaidschan und 1997 in Ruanda eingesetzt. Als es im Sommer 1997 zur Hochwasserkatastrophe an der Oder kam, wurden dort über einen längeren Zeitraum im Bereich Eisenhüttenstadt mehrere THW-Helfer eingesetzt.

Bei der Gründung des Ortsverbandes Neubrandenburg am 27.September 1997 wurde der Ortsverband Hamburg-Wandsbek zum Paten für einen der jüngsten Ortsverbände im Technischen Hilfswerk, um diesen beim Aufbau zu unterstützen.

Als es nun im Sommer 2002 nach längeren Regenfällen zu den schweren Hochwasser auf der Elbe kam und dies zu katastrophalen Überschwemmungen und Schäden in den Elbregionen führte, kam es zum bisher größten und längsten Einsatz des Technischen Hilfswerks und des Ortsverbandes Hamburg-Wandsbek.  Über mehrere Tage und Wochen waren unsere Einheiten in Lauenburg (Schleswig-Holstein) im Einsatz.

Nicht unerwähnt bleibt der Einsatz unserer Trinkwassergruppe in Glückstadt (Unterelbe), welche dort mit Pumparbeiten beschäftigt war. Nach tagelangen Regenfällen drohte Glückstadt von einer Flutwelle der umliegenden Flüsse heimgesucht zu werden.

Somit hat unser Ortsverband in all den Jahren so einiges erlebt. Doch so langsam nagte der Zahn der Zeit an unserem Gebäude. Nach längeren Renovierungsarbeiten, an denen sich unendlich viele Helfer beteiligten, strahlt seit November 2003 unser Ortsverband im neuen Glanz.

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