Geschichte Wandsbeks und seines Wappens

Das Wappen von Wandsbek zeigt auf blauem Grund den Hut, Tasche und Wanderstab des Wandsbecker Bothen in Silber, in der linken Wappenecke ist der Schild von Stormarn, ein weißer Schwan auf rotem Grund, enthalten. Die „Insignien“ Hut, Tasche und Wanderstab werden dem Dichter Matthias Claudius zugeschrieben.

„Der Wandsbecker Bothe“ war eine von Heinrich Carl von Schimmelmann initiierten Tages-Zeitung, die viermal pro Woche erschien. Die Zeitung hatte vier Druckseiten. Drei waren dem politischen Geschehen in Europa gewidmet, eine enthielt „gelehrte Sachen“. Im Januar 1771 zog Matthias Claudius nach Wandsbeck (bis zum Jahre 1879 noch mit „ck“ geschrieben) und wurde dort Redakteur.

Matthias Claudius (Pseudonym Asmus) wurde am 15. August 1740 in Reinfeld (Holstein) geboren und starb am 21. Januar 1815 in Hamburg. Er war ein deutscher Dichter und Journalist, bekannt als Lyriker mit volksliedhafter, intensiv empfundener Verskunst. Sein wohl bekanntestes Werk ist das Lied „Der Mons ist aufgegangen“. Über die mütterliche Familie war er mit Theodor Storm und Johannes Brahms verwandt.

Wandsbek gehörte ab 1773 zum dänischen Gesamtstaat. Mit dem Ende des deutsch-dänischen Krieges 1864 ging Wandsbek an Preußen. Ein Jahr später wurde die Eisenbahnlinie Hamburg-Lübeck gebaut, die unmittelbar an Wandsbek vorbeiführte. Es entstand Wandsbeks erster Bahnhof, mit dem sich die Verkehrsinfrastruktur wesentlich verbesserte. Mit über 10.000 Einwohnern erhielt Wandsbek erst 1870 Stadtrechte und drei Jahre später wurde Wandsbek Verwaltungssitz des Landkreises Stormarn. Wandsbek trat dem Staatsgebiet Hamburgs erst 1938 im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes bei. In diesem Jahr endet die 68 Jahre umfassende Selbstständigkeit Wandsbeks als Stadt.

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